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Über das Lernen - Meine Philosophie

Meine Philosophie

Nach einigen Jahren Erfahrung im Coaching ist mein Bild des "perfekten Golfschwungs" immer weiter geworden. Warum sieht man so viele unterschiedliche Schwünge, von denen keiner dem Anderen gleicht? Und das sogar im Hochleistungsbereich? Ich sehe die Sache so: Viele haben das "Lernen lernen" verlernt. Was sicher etwas verallgemeinert und plakativ klingt, möchte ich gerne im Nachfolgenden erklären.  Man lernt nicht, das Feuer heiß ist, ohne es mal anzufassen. Da können die wohlwollenden Eltern so oft auf ihr Kind einreden und intervenieren, wie sie wollen. Die Neugier ist so groß, das die mahnenden Worte bestenfalls als Randnotiz wahrgenommen werden. Ganz sicher steht aber fest: Ist die Hand mal verbrannt, wird dann zur Mami gerannt!


Seien Sie mehr wie Kinder! Lernprozesse entstehen ohne Zweifel durch gemachte Fehler. Die fühlen sich allerdings nicht besonders gut an, weshalb wir auch weitestgehend darauf verzichten, uns in Situationen zu begeben, wo wir uns nicht wohlfühlen und Fehler wahrscheinlicher sind. Hier beißt sich der Hund in den Schwanz, denn in der Komfortzone wird nur langsam oder gar nicht gelernt.  Ich sehe meinen Job also vor Allem darin, Lernprozesse auszulösen, und nicht, die vermeintlich richtige Lösung vorzugeben. Denn dann würde ich viele weitere, vielleicht bessere Lösungen ausschließen, schon bevor man die Möglichkeit hatte, Erfahrungen damit zu sammeln.  Lernen - das ist die wiederholte Suche nach einer Lösung. Wer jetzt trotzdem meint, er muss sich in jeder Phase seines Schwunges dem Grundschwungmodell so nahe wie möglich nähern (sieht aber auch schön aus!), dem seien noch zwei andere Beispiele ans Herz gelegt.  Wir alle haben in der Schule das Schreiben gelernt. Und da das natürlich auch pädagogisch korrekt abläuft, gibt es für alle Kinder die eine, richtige Schreibweise: Der Stift wird so gehalten, die Buchstaben haben so auszusehen, bei dem bestimmten Buchstaben wird dort angesetzt, und so weiter und so fort. Und weil wir es alle auf die selbe Art beigebracht bekommen, sieht unsere Schrift natürlich identisch aus.. Moment.. nächster Versuch. Die Neugier treibt unsere Kleinsten irgendwann dazu, buchstäblich auf den eigenen Beinen zu stehen. Durch die gemachten Fehler (..da war was..) plumpsen sie erst auf den Hintern, beim nächsten Versuch fallen sie nach vorne, und lernen so das Einpendeln der Balance. Da wir anatomisch in der Regel relativ ähnlich aufgebaut sind, könnte man jetzt meinen, es gibt die eine effektive Methode, wie man sich schlussendlich fortbewegt. Trotzdem erkennt man viele Menschen schon aus mehreren hundert Metern Entfernung an ihrer Gangart. Sie ist bei jedem Menschen einzigartig.. ..und so ist es auch beim Golfschwung. Das Grundschwungmodell ist nicht ihre Idealtechnik. Ihre Idealtechnik kann Ihnen übrigens auch kein Trainer der Welt vormachen. Wer das behauptet, ist entweder noch nicht lange Trainer oder hat schier endlose Geduld. An dieser Stelle könnte man meinen, wozu überhaupt einen Trainer, wenn er mir nicht sagt, was ich genau machen soll?  - Ich bringe Sie außerhalb ihrer Komfortzone, denn Sie sollten das verbessern, was Sie noch nicht können - Mittels gezielter Analysen zeige ich Ihnen auf, in welchem Bereich das meiste Potential vorhanden ist - Ich helfe Ihnen, sich auf einen Spielbereich zu konzentrieren - Lernen Sie zu verstehen, welche Fähigkeiten für welche Spielbereiche besonders wichtig sind - Ich gebe Ihnen erprobte Übungen an die Hand, die ihre Fertigkeiten in dem ausgewählten Bereich       zielsicher verbessern - Ich erkläre Ihnen die für eine Verbesserung nötigen Zusammenhänge und Wechselwirkungen - Mittels modernster Technik wie TrackMan, HackMotion oder Arccos Rundenanalyse können Sie          jederzeit die Veränderung in Ihrem Golfspiel sichtbar machen - Ich schaffe eine konstruktive Lernatmosphäre - das heißt vor Allem Spaß!  Und was ist es nun, das dafür sorgt, dass wir alle unterschiedlich gehen, werfen, springen, rennen, schreiben oder einen Schläger schwingen? Was wird nicht unterrichtet bei der vermeintlichen Idealtechnik, die unser Hirn dann in Eigenregie zum Positiven verändert? Die Antwort ist erstaunlich, denn es ist  Wiederholbarkeit & Effektivität. Beispielsweise wird der immer wieder wiederholte Ablauf beim Schreiben eines bestimmten Wortes dafür sorgen, das Handbewegungen optimiert, abgekürzt oder verändert werden, um eine leserliche Schrift schnellstmöglich auf Papier zu bringen. Und das ist eben nun mal die persönliche Idealtechnik - und nicht die Allgemeine. 

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